unter Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung
Absicherung und Korrektur klinischer Entscheidungen: Ärztinnen und Ärzte möchten ihr diagnostisches und therapeutisches Vorgehen regelmäßig absichern. Nach der Recherche in AMBOSS korrigieren sie dieses Vorgehen nach eigener Angabe in 25 % bzw. 26 % der Fälle, sodass die Nutzung von AMBOSS einen unmittelbaren Einfluss auf die Qualität der Patientenversorgung hat.

Durch präzise, leitliniengerechte Handlungsempfehlungen und der integrierter Arzneimitteldaten in AMBOSS arbeiten Ärztinnen und Ärzte unabhängiger oder können Fragen zielgerichteter stellen, bspw. bei fachfremden Konsilen oder oberärztlicher Rücksprache, sodass sie durschnittlich 20 Minuten pro Tag gewinnen. Sie finden die gesuchte Information dabei i.d.R. in unter 2 Minuten.

Dank präziser Handlungsempfehlungen und Stufenschemata können in 23 % der Fälle unnötige Laboranforderungen und Untersuchungen vermieden werden. Mithilfe von Checklisten für bestimmte Prozeduren (z. B. Lumbalpunktionen) lassen sich zudem bei 12 % aller Prozeduren Verbrauchsmaterialien einsparen – ein Effekt, der insb. am Berufsanfang auftritt.

Die Umfrageergebnisse zeigen eine starke Konsistenz über alle Weiterbildungsjahre hinweg. Somit unterstützt AMBOSS sowohl Berufsanfänger:innen, die sich mit grundlegenden Behandlungskonzepten vertraut machen, als auch Ärztinnen und Ärzten mit mehr Erfahrung, die mit komplexen Szenarien konfrontiert sind. Eine vergleichbare Umfrage unter Fachärztinnen und Fachärzten ist bereits geplant – das Nutzungsverhalten und Ergebnisse aus anderen Befragungen lassen ähnliche Ergebnisse erwarten, insbesondere im Bereich der interdisziplinären Fragestellungen.

Um den Nutzen von AMBOSS im Klinik- und Praxisalltag zu quantifizieren, erfolgte im 1. Quartal 2024 eine umfangreiche Befragung unter Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung mit aktivem AMBOSS-Zugang. Innerhalb von 3 Wochen nahmen 845 Ärztinnen und Ärzte aus dem DACH-Raum teil.
